Der Kleine Israel Survival Guide
Die peinlichste Frage an einen Deutschen ist, wieviel er verdient, während in den Nachmittagtalkshows über Dildos gesprochen wird. Dafür dürfen Sie in Israel jede Wohnung mit Schuhen betreten, überall mit dem Handy herumschreien und Krach machen, wenn direkt neben einer schläft. Wie ißt man richtig? Wie kauft man ein? Was müssen Sie alles beachten, um in Israel nicht sofort als Tourist aufzufallen? Was ist privat, was ist öffentlich? Was gilt als höflich, was als rüde? Wo ist die Grenze, die man nicht überschreiten darf?
Flug und Einreise
Es ist generell empfohlen, mit einer deutschen oder anderen Fluglinie zu fahren. Die nationale Airline Israels trägt nicht umsonst das Akronym Entführer Landen Als Leichen. Wenn Sie Pech haben, landen Sie in Afghanistan. Aber das ist nichts gegen die Erfahrung, wenn sie nicht entführt werden. Dann müssen Sie nämlich das Essen an Board genießen, von dem böse Zungen behaupten, daß es die älteren Passagiere an die Todesmärsche erinnert.
Egal mit wem Sie fliegen, die Sicherheitskontrolle vor dem Abflug ist immer in israelischer Hand. Das Verhör kann vier Stunden dauern; in harten Fällen müssen Sie einen Striptease hinlegen. Noch bevor Sie an der Reihe sind, werden Sie in eine der drei Kategorien einsortiert: Wahrscheinlich kein Terrorist, möglicherweise Terrorist, behandeln als ob Terrorist. Gruppe eins bilden gebürtige jüdische Israelis, Israelis in Gruppen und eventuell jüdische Touristen (das weiß ich nicht, ich war nie einer). Gruppe zwei bilden Europäer und Nichtjuden aller Arten, Neueinwanderer, Alleinreisende und anderes mehr. Für die dritte Gruppe müssen sie schon Mustafa heißen und auch so aussehen.
Bei der Frage nach dem Zweck des Aufenthalts sollten Sie verschweigen, daß Sie nach Israel fliegen, um vielen lieben Juden die Botschaft Jesu nahezubringen.
Anredeformen
Auch wenn sämtliche deutsche Hebräischlehrbücher es so vormachen, niemand spricht sich mit dem Nachnamen an oder stellt sich so vor. “Herr Berger” ist absolut ungebräuchlich. Die übliche Anredeform und Selbstbezeichnung ist der Vorname, und zwar immer. So stellt man sich beim Arzt vor, so nennt der Angestellte seinen Chef, so nennen auch ältere Schüler ihre Lehrer. Der einzige Titel, der im Alltag in Gebrauch zu sein scheint, ist Doktor. Damit meint man aber ausschließlich einen Arzt. Die übliche Antwort, die man am anderen Ende der Telefonleitung bekommt, ist weder “Berger” noch “Ja bitteschön” noch “Guten Tag” sondern einfach: “Hallo!” Das ist nicht unhöflich sondern normal.
Das eigene Heim
My home is my castle - ein Besuch kündigt sich normalerweise telefonisch ein paar Tage vorher an, so sind wir das gewohnt als zivilisierte Europäer. Nicht hier. Zwar sind wir keine marokkanische Familie, die bei offener Tür lebt, und in der die Frau für 50 Leute kochen muß, aber wenn sich ein Familienteil kurzfristig ankündigt, dann muß man ihn empfangen, auch wenn die Warnung zehn Minuten beträgt und man gerade unter der Dusche ist, oder krank im Bett. Wenn nicht, dann Gnade einem Gott! Es bedeutet, daß die Welt untergeht und die Familie ausgerottet wird.
Der Gast
Ein Gast in Europa ist Gast, d.h. er sitzt friedlich in seinem wohligen Sessel und läßt sich bedienen, bedankt sich schön und macht ein Kompliment über den guten Kaffee. Keinesfalls darf ein Gast in die fremde Küche eindringen und sich im Kühlschrank bedienen oder gar den Geschirrspüler anwerfen. Auch bei entfernteren Verwandten ist das nicht so üblich. So kannte das jedenfalls meine Großmutter, die wirklich schon sehr alt und daher sehr altmodisch ist. Sie läßt sich prinzipiell nicht helfen, auch von der Familie nicht, das ginge an ihre Ehre als Gastgeber. Aber nicht hier! Hier ist es umgekehrt. Ein Gast, der zur Familie gehört, benimmt sich, als wäre er zuhause. Man kann sich Getränke aus dem Kühlschrank holen oder selbst Kaffee machen. Oder man wirft den Fernsehapparat an. Und am Ende machen sich viele flinke Hände am Geschirr zu schaffen. So läuft das bei uns, ganz egal wer bei wem zu Gast ist. Als meine Großmutter auf Besuch war, hielt sie sich peinlich genau an alle Regeln des europäischen Gastes. Am Ende meinte dann die Großmutter meines Mannes tuschelnd zu mir: “Warum ist deine Großmutter denn so unhöflich? Sie hilft gar nicht!” Jetzt versuchen Sie mal, das allen zu erklären!
Geld und andere Fragen
Wie schon angedeutet ist der finanzielle Status ein absolutes Tabutheme quer durch Europa. Mir ist kein Land bekannt, in dem das nicht so wäre. Die wenigsten wissen, wieviel die eigenen Eltern oder Geschwister verdienen, ganz zu schweigen von Bekannten oder Nachbarn. Nicht so in Israel. Die Frage ist in Ordnung, insbesondere innerhalb der Familie. Auch das Reden über Geld ist hier viel offener geregelt. Das sollte mir zum Verhängnis werden, als wir die Hochzeit planten. Ein Fest für 400 Leute kostet Geld, und es ist üblich, daß nicht nur beide Familien sondern auch jeder Gast etwas dazu beisteuert. Nach Ende der Hochzeit werden alle Couverts der kleineren Gäste geöffnet und laut vorgelesen wer wieviel “spendete”. Und es wird gelästert! Geschenke gibt es dafür nicht. Um so ein Event zu planen, muß man aber schon vorher über Geld sprechen - nämlich mit der Familie des zukünftigen Ehepartners. Das war undenkbar mit meiner Familie. Es wurden großzügige Geschenke angekündigt, aber nie gesagt, wieviel es denn wäre!
Takt und Fingerspitzengefühl gibt es in Israel praktisch nicht. In Mitteleuropa gibt es eine ganze Reihe von Fragen, die man einem mehr oder weniger Fremden niemals stellen würde, etwa, warum er noch keine Kinder hat, wieviel sein Auto gekostet hat, welcher Religion er angehört, ob die Fingernägel echt sind usw. Alle diese Fragen können Sie in Israel immer und überall erwarten, selbst vom Nachbar im Autobus. Toilettefehler werden gnadenlos laut angekündigt: Popel im Ohr, Achseln nicht rasiert, Lippenstift verschmiert - egal!
Lärm
Israel ist sehr laut. Im Restaurant klingt es so, als würden alle toben und streiten - doch das sind nur Unterhaltungen. Nach langer Heimat-Abstinenz ein heimisches Restaurant zu besuchen erzeugt den Eindruck, man befände sich auf der Intensivstation der Sterbeabteilung. Manchmal hört man sogar *pling* eine Gabel erklingen! Wenn ein Kind laut ist, hört man sofort verschämtes Pssst! Auch wenn jemand schläft, ist man leise. So lernt das klein Hänschen. Aber nicht hier. Es interessiert niemanden ob jemand schläft. Lautes Geschrei, Fernsehen, Radio, Lachen, Herumkramen - alles geht seinen Gang, als ob nichts wäre. Wenn das jemand nicht weiß, kann dieses Verhalten als extreme Unhöflichkeit und sogar Bosheit ausgelegt werden. Dasselbe gilt für knallende Türen. Sie sind nicht Zeichen von Mißgunst, sondern einfach normal.
Handys
Als besondere Art von Lärm gelten Handys. Israel hat laut jüngsten Statistiken die zweitmeisten Handys pro Kopf der Welt (an erster Stelle steht natürlich Finnland). Das sind ca. 2 Handys pro Nase. Aparte Klingeltöne sind sehr beliebt, auch bei Managern. Handys klingeln, tönen, schrillen, musizieren und singen immer und überall. Im Bus, im Taxi, beim Essen, im Kino, beim Arzt, mitten in der Konversation. Die mitgehörten Gespräche sind extrem laut, und vom Inhalt mehr als überflüssig: “Hallo!” “Wo bist du?” “Schlechter Empfang hier!” “Bring noch Milch!”
Autofahren
Autofahren in Israel ist nicht einfach das Bewegen eines Kraftfahrzeuges, es ist Krieg. Verkehrsregeln sind prinzipiell nur als Vorschläge zu werten. Wer sich nicht hineindrängt, steht zwei Wochen an derselben Kreuzung und wartet auf den Sankt Nimmerleinstag. Hupen ist Pflicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Es kann bedeuten: “Mach Platz du Idiot”, “hej meiner ist größer” oder “los, fahr 110, hier gilt 90.” Blinken ist dagegen optional. Vorsicht ist besonders geboten bei arabischen Taxifahrern mit übergroßen Schmuckstücken am Rückspiegel. Im Gegensatz zu den Aussagen der Presse sind diese die eigentlichen Terroristen. Lassen Sie sich nicht verwirren!
Wenn Sie keine dunklen Scheiben haben, kann es passieren, daß man Sie an der Ampel stehend aus dem Nachbarauto anstarrt. Keine Sorge, es bedeutet nicht, daß sie Petersilie in den Zähnen oder Schmutz auf der Brille haben - das machen die Autofahrer einfach so. Als Frau bietet sich an, einfach zurückzustarren, bis der Herr entweder aufgibt oder durch das Hupen des Hintermanns darauf aufmerksam gemacht wird, daß es schon Grün ist. Es kann auch passieren, daß Kommentare über das Auto fallen oder gar gefragt wird, wieviel es gekostet hat
Tischmanieren
Neben dem Lärm ist Tumult und Vielfalt sehr wichtig beim gemeinsamem Essen, das üblicherweise mit mehr als 4 Anwesenden konsumiert wird. Anders als in Mitteleuropa, wo man einen einsamen Teller mit einem Stück Fleisch und ein paar popeligen Reiskörnern hingestellt bekommt, ist ein israelischer Eßtisch bis auf den letzten Quadratzentimeter mit unzähligen kleinen Schüsselchen und Täßchen vollgepflastert, auf denen Salate, Beilagen und Soßen unterschiedlichen Schärfegrades (”Gefährlich” bis “Geschmacksnerven brennen durch”) angeboten werden. Danz nach arabischer Sitte werden diese Soßen nicht mit Eßbesteck sondern mit Brotstücken aufgenommen. Die daraus resultierende Sauerei darf Sie nicht dazu verleiten, den Tisch zu säubern. Wenn am Ende des Mahles sich beim Hochheben des Tellers auf ihrem Eßplatz ein Kranz aus Schmutzkrumen wie die Corona einer Sonnenfinsternis zeigt, dann hat es Ihnen wohl geschmeckt.
Getrunken wird sehr gerne Orangensaft oder kohlensäurehaltige Koffeinerfrischungsgetränke mit rot-schwarzem Label. Abends sollte es schon ein Glas Wein sein. Als Frau Bier zu bestellen ist keine so gute Idee. Da kann es verdutzte Nachfragen geben wie “Root beer oder echtes, Bier?!” Bei festlichen Anlässen sollten Sie es vermeiden, sich sichtbar zu betrinken (außer Sie heißen Sergej oder Evgenij). Es gilt nicht als schick. Israelis sind auch ohne Schwips schon laut genug - dazu braucht man keinen Alkohol.
Anders als in Europa sind Papierservietten nicht Zeichen von billigen Fastfoodschuppen, sondern werden auch in gehobeneren Restaurants gegeben. Dafür gibt es in den trendigen Bars in Tel Aviv Einzel-Handtücher und bunte Lichter auf der Toilette.
Apropos Fastfood: Auch beim Straßensnack liebt man es arabisch. Das typische Essen für zwischendurch hat wohlklingende Namen wie Falafel und Schawarma und wird in Brottüten gereicht. Auch dabei ist Kleckserei inbegriffen.
Schlangestehen
Es existiert praktisch nicht. Wenn Sie irgendetwas von irgendwem wollen, sie es von einem Verkäufer in einem Laden, oder beim Einsteigen in den Bus oder von einem Beamten am Schalter, drängen Sie sich vor und reden Sie die Person an, von der Sie etwas wollen. Niemand wird Ihnen den Vortritt lassen, niemand wird warten, niemand wird Sie ansprechen.
Einkaufen
Einkaufen ist in Israel - ganz wie in den USA - eine Freizeitbeschäftigung. Man geht in die riesigen Einkaufszentren und verbringt dort Stunden. Ganz wie in Amerika gibt es in jeder Mall (hebr. Kenion) auch einen food court, wo man alles essen kann, vom Frühstück bis zum Dinner. Für einen richtigen Kenion-Besuch müssen sich alle Damen in Schale werfen, egal ob 12, 20 oder 70 Jahre alt, d.h. Hüfthosen und Plateausohlen, und dazu eine Einkaufstüte von Golbary.
Es gibt aber eine gänzlich verschiedene Alternative zum glitzernden Einkaufstempel, und das ist der Basar, hier Schuk genannt. Auf einem Schuk (”Markt”) gibt es nicht nur Gemüse und Obst, sondern einfach alles: Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren, Spielzeug, Schminke. Die meisten Produkte stammen aus den arabischen Gebieten, sind gefälschte Markenware oder sind ausgestoßene Waren von Konkursfirmen und daher äußerst billig. Es werden auf den meisten Märkten nur Neuwaren verkauft - es ist kein Flohmarkt oder Second Hand Shop! Das meiste ist wertloser Schrott, aber mit geübtem Suchblick kann man die guten Teile erkennen und sich auf einem Schuk von Kopf bis Fuß nach der neuesten Mode einkleiden und dabei äußerst wenig ausgeben. Wenn Sie sich durch die dicht gedrängten Stände wälzen, wird Ihnen ein Licht aufgehen, warum die neueste Mode “der letzte Schrei” heißt: An jeder Ecke sitzen junge Männer auf erhöhten Stühlen und schreien mit arabischem Akzent in Megaphone “Drei Blusen für 40 Schekel, meine Damen! Nur Markenware!”
Für den erfolgreichen Schukbesuch ist aber notwendig, daß man etwas Übung im Verhandeln hat. Der erste Preis ist nie der eigentliche. Täuschung und Lüge sind dabei ausdrücklich erlaubt, auch ein langsamer Augenaufschlag wirkt Wunder, besonders wenn man den Eindruck einer freundlichen Touristin aus den USA macht. Wenig verwunderlich ist, daß dieses Verhandeln nicht nur auf dem Schuk angetroffen wird. In Israel ist alles verhandelbar, von der Miete bis zum Preis der Waschmaschine, vom Computer bis zum Kleiderkauf in der feinen Boutique, vom Handwerker im Haus bis zum Frisörbesuch. Selbst wenn eine größere Gruppe auswärts essen geht, kann man mit etwas Geschick einen Pauschalpreis (Hebr. “Deal”) aushandeln und so die Lieblings-Eßmethode der Israelis genießen: All you can eat (Tischmanieren siehe oben). Geschick beim Handeln muß man erlernen. Wenn es anfangs noch nicht so gut klappt, nicht verzagen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Vergessen Sie saubere Bushaltestellen, flinke U-Bahnen, Elektrobusse und quietschende Nostalgik-Straßenbahnen. Vergessen sie auch detaillierte, liebevoll ausgeklügelte innerstädtische Fahrpläne und S-Bahnschächte mit elektronischen Anzeigesystemen, die die Anzahl der Minuten bis zum Eintreffen der nächsten Bahn angeben. Diese deutsche Gründlichkeit entlockt dem Israeli ein müdes Lächeln.
Das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel Israels ist nämlich das Taxi. Aber damit ist kein duftender Mercedesschlitten gemeint, auf dessen glänzenden Ledersessel man hineingleitet wie ein Hollywoodstar in seine Limo. Das israelische Taxi ist ein Sammeltaxi (Hebr. Monit scherut - Servicetaxi). Und dieser Service wird auch ernst genommen: Auch wenn man gar kein Taxi braucht sondern einfach zufällig auf der Straße geht, wird man von Taxis von hinten angehupt, sobald man ins Blickfeld des adleräugigen Fahrers gerät. So ein Gefährt hat die Größe eines kleineren Lieferwagens und bietet Platz für zehn Fahrgäste. Berührungsängste und Platzangst dürfen Sie keine haben, wenn Sie einsteigen. Es darf sie auch nicht stören, wenn sie über die Plastiksäcke voll Gemüse steigen, die die alte Araberin neben ihnen auf den Boden gelegt hat. Da das Taxi nicht warten kann bis Sie sitzen, müssen Sie sich sofort einen Platz suchen, sonst kippen Sie um und fallen Sie der knapp bekleideten Russin auf den Schoß. Sollte ihr Platz weiter hinten sein, müssen Sie zum Bezahlen dem Vordermann auf die Schulter tippen, ihm sagen wohin sie wollen und ihm das Geld in die Hand drücken. Dieses wandert dann zusammen mit der stillen Post ihres Fahrtziels bis zum Fahrer nach vorne, und das Wechselgeld kommt auf dem selben Wege wieder zurück. Wenn Sie aussteigen wollen, schreien sie laut: “Fahrer, Halten bitte!”
Alternativ bieten sich auch Autobusse als öffentliche Verkehrsmittel. Diese sind aber längst nicht so flexibel wie Sammeltaxis. Und kosten auch mehr. Dafür gibt es mehr Bewegungsfreiheit. Ausgenommen dann, wenn gerade eine ganze Kompanie von ihrer Militärbasis nachhause fährt und Ihnen beim Einsteigen Gewehrläufe und Feldrucksäcke in die Rippen rammt.
Grundsätzlich…
…gilt in Israel immer derselbe Tip: Wenn Sie auftreten, legen Sie eine Attitüde an den Tag, die lautet: “Traraa, ich bin da! Ich bin der Mittelpunkt der Welt! Aus dem Weg!” Damit fahren sie grundsätzlich gut, nicht nur im Auto!
Mittwoch, 7. Februar 2007 um 21:23
B”H
Deinem Beitrag ist nichts mehr hinzuzufuegen.
Miriam
Donnerstag, 8. Februar 2007 um 13:40
LOL……einfach genial!
Donnerstag, 8. Februar 2007 um 14:11
Oh da war ein Fehler im Satz: “Fahrer! Halten bitte!” Na, erkannt?
Ein Witz wird auf die Sprünge helfen.
Ein Journalist macht eine Umfrage zur Armut in verschiedenen Teilen der Welt.
Er fragt in den USA einen Passanten:
“Entschuldigung bitte, was ist Ihre Meinung zur weltweiten Armut?”
Der Amerikaner sagt: “Was soll das bedeuten - *Armut*?”
Dann fragt er einen Russen:
“Entschuldigung bitte, was ist Ihre Meinung zur weltweiten Armut?”
Der Russe sagt: “Was soll das bedeuten - *Meinung*?”
Dann fragt er einen Israel:
“Entschuldigung bitte, was ist Ihre Meinung zur weltweiten Armut?”
Der Israeli sagt: “Was soll das bedeuten - *Entschuldigung bitte*?”
Donnerstag, 8. Februar 2007 um 20:12
B”H
Den Witz kannte ich schon.
Uebrigens hast du etwas vergessen: Die Busfahrer, wenn sie an einer roten Ampel stehen, einen weiteren Bus neben sich stehen haben, die Tuer aufmachen und zum anderen Busfahrer hinueber schreien.
Miriam
Dienstag, 13. Februar 2007 um 13:20
Bin erst jetzt drauf gestossen. Super, dein Handbuch!!! Den Link sollte ich meinen Eltern schicken, bevor sie über Ostern kommen. Oder lieber doch nicht?
Sonntag, 25. Februar 2007 um 22:29
Hallo,
ich bin zu einer israelischen Hochzeit eingeladen und bin bei der Suche nach Informationen diesbezüglich und Informationen generell über Israel auf Deine Internetseite gestossen und habe diese mit sehr grossem Interesse gelesen. Du beschreibst sehr anschaulich und bringst einem das Land näher und man kann immer weiter lesen und mag garnicht aufhören. Könntest Du mir wohl mit der Beantwortung einer Frage weiterhelfen? Ich habe zwar das Internet durchforstet aber bisher keine Antwort gefunden. Meine Frage ist, welche Kleidung man als Gast bei einer jüdischen Hochzeit trägt (der Gastgeber meinte zur meiner Frage: normal - hilft mir nur leider nicht weiter), kommen die Männer (wie in Deutschland) im (dunklen) Anzug, gibt es bestimmt Farben, die man nicht anziehen sollte? Was sollte man als Frau beachten (Kleidungsmäßig) ? Gibt es etwas, was man bei einer Hochzeit unbedingt beachten und nicht falsch machen sollte? Vielen Dank im Voraus und viele Grüße.
Sonntag, 25. Februar 2007 um 23:12
Hallo jellibel
Danke für das Kompliment zuerst
Und Glückwunsch an die Heiratenden.
Es kommt darauf an, ob diese Hochzeit im religiösen Umfeld stattfindet oder nicht. Wegen dem Hinweis “normal” würde ich vermuten, daß sie es nicht tut (sonst hätte man dir gesagt, z.B. keine Hosen, Schultern bedeckt, lange Ärmel etc.)
Für einen Mann ist ein dunkler Anzug OK. Wenn die Hochzeit im Sommer ist, darfst du aufs Jacket und Krawatte auch verzichten und kommst in eleganter Hose und elegantem Hemd. Sogar kurz darf es sein - wir sind in Israel! Nur eben edel sollte der Auftritt insgesamt aussehen. Dazu gehören auch die Schuhe. Israelis schauen auf solche Details.
Damen kommen üblicherweise extrem festlich in aufwendign Kleiderkreationen (nähere Verwandte) bis modisch-sexy, auch die älteren. Das ist hier absolut üblich. Wenn es im Sommer ist, ist ein extravagantes Sommerkleid passend. Oder eine schwarze Hose mit einem Top. Gerne freizügig, glitzernd. Auf die Schuhe auch achten, darauf wird geguckt
Du darfst ruhig ordentlich Schmuck tragen und dich so richtig dicke schminken. Viele gehen extra zum Fisör.
So eine Hochzeit wirkt mehr wie eine Cocktailparty in einem Fünfsternhotel als eine getragene, andächtige Feier in einer Kirche! Du wirst merken, daß die Braut eher wie eine Nachtklubtänzerin aussieht. Das ist alles “typisch”.
Farben: Da geht alles, aber als Frau kein weißes Kleid! Auch ein männlicher Gast sollte nicht mehr dressed sein als der Bräutigam… silbrigen Anzug o.ä. also eher vermeiden.
Was du beachten solltest: Beim Eintreten wird ein Spalier der Brauteltern und Verwandten stehen. Diesen ist zu gratulieren (Masall tow!). Es ist übich, einen Umschlag mit Geld in den bereitgestellten Briefkasten am Eingang zu werfen. Das ist die Spende für die Feier. Richtwert 200 Schekel pro Nase, wenn du kein Verwandter bist. Geschenke bringt man keine!
Üblicherweise ist die Feier ausgelassen, laut. Es gibt ein tolles Essen, es wird getanzt. Oft gibt es einen DJ oder eine Band. Um ca. Mitternacht bis eins ist der Spuk vorbei, da meistens der nächste Tag ein Arbeitstag ist. (Am Schabbat heiratet man nicht.) Betrunkene sind eher selten, das gilt als wenig erwünscht.
Weiß nicht was ich noch vergessen habe… ich sollte daraus einen Beitrag machen.
Sonntag, 1. April 2007 um 22:18
Ist wirklich nett zu lesen! Habe einiges wiedererkannt, da wir neulich für zwei Wochen in Israel weilten. Allerdings kann ich das mit ELAL nicht im vollen Umfang bestätigen. Das Essen finde ich lecker und als ehemalige DDR-Bürgerin stören mich die Befragungen ect. nicht, da die Befrager im Unterschied zu den kommunistischen Beamten höflich sind. Und als Tourist wird man nett begrüßt, manchmal einfach so auf der Straße. Ehrlich gesagt, gefällt mir die Direktheit der Israelis wesentlich besser, als die deutsche, oft falsche Zurückhaltung und Höflichkeit. Ich habe es genossen, mich ins israelische Getümmel zu begeben! Allerdings ist es mit Sicherheit ein Unterschied, ob der gesamte Alltag so abläuft, oder ob man das mal als Abwechslung zu einem deutschen Dorfalltag erlebt!
Samstag, 16. Februar 2008 um 18:15
Hey echt coole Seite!
Ich hab mir so gut wie das ganze auf diesem Teil der Seite durchgelesen und bin beeindruckt! Wir feiern heute mit unser Jugendgruppe ein jüdisch/messianisches Passahfest und mit allem drum und dran! Dank dieser Seite hat sich meine Frage wegen der Kleidung auch erledigt Danke!
be blessed
und grüße aus Deutschland
Peter
Samstag, 16. Februar 2008 um 21:54
Wünsche viel Spaß! Gebe auch gerne Antworten über das Tätowieren von Davidsternen!
/me rollt die Augen und geht fernsehen.