Zugegeben, es gibt viele dumme Leute, die glauben Israel wäre ein islamisches Land. Sie fragen mich, ob ich einen Schleier tragen müßte und als Frau nicht unterdrückt werde. Das ist natürlich nicht so. Israel ist ein jüdisches Land, und was hier unterdrückt wird, das sind unerwünschte Geschenke.
Der Wahnsinn der Interkulturalität - Teil 3: Interreligiosität auf dem Prüfstand
Sonntag, 11. Februar 2007Der kleine Israel Survival Guide
Mittwoch, 7. Februar 2007Sie wollen nach Israel? Urlaub machen oder jemanden besuchen? Oder gar umziehen? Dann seien Sie gewarnt. Vieles ist völlig anders als zuhause.
Was ist privat, was ist öffentlich? Was gilt als höflich, was als rüde? Wie ißt man richtig, wie kauft man ein? Wo ist die Grenze, die man nicht überschreiten darf? Und welche muß man unbedingt überschreiten, um als Israeli durchzugehen?
Als Gegenmittel zum Kulturschock habe ich einmal diesen Text geschrieben, den ich jetzt auf meiner Platte ausgegraben, bearbeitet und online gestellt habe.
Einfach in der Titelleiste oder hier auf “Survival Guide” klicken.
Der Wahnsinn der Interkulturalität - Teil 2: Babylonische Sprachverwirrung
Dienstag, 6. Februar 2007Als die gesammelte Familie bei unserer Hochzeit zusammenkam, gab es insgesamt neun Muttersprachen. Bei Besuchen hüben und drüben gibt es keine Sprache, die wirklich alle gut genug beherrschen, um sich zu unterhalten.
Der Wahnsinn der Interkulturalität - Teil 1: Sprache und Schrift
Montag, 5. Februar 2007Ein alter philosophischer Streit dreht sich um die Frage, was zuerst da ist, die Sprache oder das Denken. Ich für meinen Teil habe die Antwort gefunden: Es ist die Sprache.
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Fremdsein hier, Fremdsein dort
Donnerstag, 26. Oktober 2006Das typische Gefühl der Aus- und Einwanderer besteht darin, sich überall fremd zu fühlen. Im neuen Land gehört man nie so richtig dazu, und für das alte hat man sich zu sehr verändert.
Eine Geschichte, zwei Kulturen - eine Meinung
Donnerstag, 19. Oktober 2006Ich bin meiner Internetromanze nach Israel gefolgt und habe ihn geheiratet. Jetzt sitze ich hier fest und habe eine jüdische Schwiegermutter und einen Paß, mit dem ich ca. 20 Länder nicht bereisen kann. Es hat zwei Jahre gedauert bis ich - bzw. wir - mich zum Judentum konvertiert haben, obwohl niemand von uns im christlich-religiösen Sinne an irgendetwas “glaubte”. Das war eine spannende aber auch aufschlußreiche Zeit.
Am Ende meiner Reise mir so einiges klar geworden, nämlich daß die Menschen mehrheitlich entweder sehr brave, anständige Idioten oder einfach rücksichtslose erfolgreiche Arschlöcher sind (und daß es besser ist, zweiteres zu sein), daß man als Einwanderer erstmal nur geduldet wird, und zwar nur durch Ellbogen einerseits und durch Anpassung andererseits. Was ich auch (ausgerechnet) in Israel gelernt habe: Daß ich stolz darauf sein muß was ich bin und woher ich komme! Oh Mann das geht sogar soweit, daß ich dem bayrischen Papst die Stange halte.
Mein Gutmenschentum wurde mir gründlichst ausgetrieben. Ich habe kein Mitleid und keine Empathie mit integrationsresisistenten Einwanderern, potentiellen Terroristen, Verbrechern, linken Kriechern und philosemitischen Glaubenskonvertiten, und vor allem aber dem Islam. Er hat in den letzten Jahren alles bei mir verspielt!
Ich bin zuhause in zwei Ländern, fremd in zwei Ländern, muß mich über zwei Regierungen ärgern und doch liebe ich meine beiden Heimaten. Wer denkt es wäre ein Widerspruch deutschsprachiger Israeli zu sein, Jüdin mit einer christlichen Mutter, einen Großvater zu haben, der bei der Wehrmacht war, und einen Schwiegeropa, der Auschwitz überlebte, der hat dieses Blog eben noch nicht gelesen. Alles das bin ich - und ich schreibe was ich denke.
Lest meine Ergüsse, meine Ideen, nennt mich auch gerne “Rassist” und “böse” und “menschenverachtend” - hier darf ich es wenigstens löschen wie es MIR gefällt!
Hinweise:
Leider muß ich anonym bleiben, unter anderem deswegen, da ich die Identität anderer Personen schützen muß. Namen und Orte beschriebener Personen und Handlungen wurden verfremdet. Einige persönliche Details wurden aus dramaturgischen Gründen geändert.
Ich bemühe mich zwar, täglich einen Artikel einzusetzen (dazu schöpfe
ich auch aus einem Archiv älterer Texte, die ich für andere Zwecke
geschrieben hatte), aber dennoch: das ist kein Tagebuch. Ich
werde nicht darüber berichten, was ich wo einkaufe, welche Socken ich
trage, für wen ich gerade arbeite, und wo ich wann wohne.
Meine Geschichte wird im Rückblick erzählt.
Wenn Ihr mir ein Email schreibt, gebe ich euch gerne weitere Kontaktinfos.
Es grüßt
Eure Schmetterlingsfrau
Ich habe es getan - ich bin Jüdin geworden
Mittwoch, 18. Oktober 2006Ich bin Konvertitin, spreche drei Sprachen, wobei Deutsch meine Muttersprache ist, mein Großvater war ein Nazi, ich bin Jüdin, Israeli, Europäisch. Gegensätze. Jeder fragt - oder wenn er sich nicht traut, denn denkt er sich: “Hast du die Seite gewechselt? Hast du Schuldkomplexe? Ist es nicht schwer in Israel?” Diese Fragen sagen mehr über den Frager als über den Antworter. Jenseits dieser Kategorien ist Judesein nicht denkbar, nicht in Deutschland.
Noch ein deutschsprachiger Israelblog?
Dienstag, 17. Oktober 2006Die Blogwelt hat etliche deutschsprachige Israelblogs zu bieten. Sie sind alle gleich. Sie sind sehr deutsch (geblieben), und ebenso gojisch.
Das kann daran liegen, daß derjenige noch neu ist. Oder das schreibt, was man hören will? Ein schönes Beispiel ist noch ganz neu. “Jedesmal wenn ich sage ‘Ich bin Deutsche’, bin ich auf das Schlimmste gefaßt”, schreibt eine deutsche Journalistin, die 6 Monate in Israel leben will. Ist es nicht das, was man auf Deutsch lesen will? Die Bloggs ähneln sich. Eine andere häufige Aussage ist so gestrickt: “Gestern explodierte ein Bus und eine Rakete ging nieder. Jetzt bin ich Israeli.” Warum diese beiden größten Irrtümer zur Entwicklung dazugehören und warum sie Irrtümer sind, das und vieles mehr werde ich hier Schritt für Schritt darlegen.
Verfasst von schmetterlingsfrau