Beim nächsten Treffen mit meiner “Adoptivfamilie” habe ich gesehen, wie ein koscherer Haushalt aussieht. Dieses mußte jeder in unserer Konversionsklasse dann auch zuhause Schritt für Schritt umsetzen. In Israel ist koscheres Essen eher der Regelfall als die Ausnahme.
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Warum es in Israel bei Burger King keinen Cheeseburger gibt
Mittwoch, 14. Februar 2007Unsere “Adoptivfamilie”
Mittwoch, 24. Januar 2007Bei einem Beitritt zum Judentum in Israel wird jedem Kandidaten eine religiöse Familie zugeteilt, die ihm helfen soll, das Gelernte in die Praxis umzusetzen und selbst zu erleben, wie religiöse Menschen leben. Man kann natürlich selbst eine Familie vorschlagen, aber wenn man keine kennt, bekommt man von den Kursleitern eine vermittelt. Am Ende des Prozesses kommt eine Person aus dieser Familie mit zur Prüfung, um als “Zeuge” ein gutes Wort für den Kandidaten einzulegen. Die Familien machen das ehrenamtlich.
Mein erster Unterrichtstag im Konversionskurs
Montag, 8. Januar 2007In Israel gibt es ein organisiertes System von Religionskursen, die für den Übertritt zum Judentum gedacht sind. Sie werden vom Staat gesponsort (der Staat hat ein demographisches Interesse daran). In den verschiedenen Einwanderungszentren kann man Werbeplakate dafür finden. Fast alle Schüler sind weiblich, und der größte Teil stammt aus Rußland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Die Lehrer sind meistens Rabbiner bzw. Frauen von Rabbinern. Der Kurs ist organisiert wie eine Schule. Zwei bis drei Mal pro Woche trifft sich die Klasse von 10 bis 20 Schülern, um über die jüdische Religion, Geschichte, Philosophie und den Staat Israel zu lernen. Mehrmals pro Jahr werden Seminare abgehalten, manchmal sogar auswärts über das Wochenende. Der Kurs dauert mindestens ein Jahr, manchmal aber länger.
Unser erstes Gespräch beim Rabbiner
Sonntag, 10. Dezember 2006Wenn zwei Säkuläre zum Rabbi gehen und einer davon Jude werden will, ist das eine heikle Angelegenheit. Wenn man beim Rabbi aber zu lügen beginnt, dann ist es mit der Konversion schnell vorbei. Ein Lügner darf nämlich nicht übertreten. Ich hatte mir vorgenommen, bei der Wahrheit zu bleiben und dennoch einen guten Eindruck zu machen. Und das habe ich auch geschafft.
Verfasst von schmetterlingsfrau