Ich bin meiner Internetromanze nach Israel gefolgt und habe ihn geheiratet. Jetzt sitze ich hier fest und habe eine polnisch-jüdische Schwiegermutter und einen Paß, mit dem ich ca. 20 Länder sowieso nicht bereisen kann. Es hat zwei Jahre gedauert bis ich - bzw. wir zwei gemeinsam - mich zum Judentum konvertiert haben, obwohl niemand von uns im christlich-religiösen Sinne an irgendetwas “glaubte”. Das war eine spannende aber auch aufschlußreiche Zeit.
Am Ende meiner Reise mir so einiges klar geworden, nämlich daß die Menschen mehrheitlich entweder sehr brave, anständige Idioten oder einfach rücksichtslose erfolgreiche Arschlöcher sind (und daß es besser ist, zweiteres zu sein!), daß man als Einwanderer erstmal nur geduldet wird, und zwar nur durch Ellbogen einerseits und durch Anpassung andererseits. Was ich auch (ausgerechnet) in Israel gelernt habe: Daß ich stolz darauf sein muß was ich bin und woher ich komme! (Oh Mann das geht sogar soweit, daß ich dem bayrischen Papst die Stange halte.)
Mein Gutmenschentum wurde mir gründlichst ausgetrieben. Ich habe kein Mitleid und keine Empathie mit integrationsresisistenten Einwanderern, potentiellen Terroristen, Verbrechern, linken Kriechern und philosemitischen Glaubenskonvertiten, und vor allem aber dem Islam. Er hat in den letzten Jahren alles bei mir verspielt!
Ich bin zuhause in zwei Ländern, fremd in zwei Ländern, muß mich über zwei Regierungen ärgern und doch liebe ich meine beiden Heimaten. Wer denkt es wäre ein Widerspruch deutschsprachiger Israeli zu sein, Jüdin mit einer christlichen Mutter, einen Großvater zu haben, der bei der Wehrmacht war, und einen Schwiegeropa, der Auschwitz überlebte, der hat dieses Blog eben noch nicht gelesen. Alles das bin ich - und ich schreibe was ich denke.
Lest meine Ergüsse, meine Ideen, nennt mich auch gerne “Rassist” und “böse” und “menschenverachtend” - hier darf ich es wenigstens löschen wie es MIR gefällt!
Hinweise:
Leider muß ich anonym bleiben, unter anderem deswegen, da ich die Identität anderer Personen schützen muß. Namen und Orte beschriebener Personen und Handlungen wurden verfremdet. Einige persönliche Details wurden aus dramaturgischen Gründen geändert.
Ich bemühe mich zwar, täglich einen Artikel einzusetzen (dazu schöpfe
ich auch aus einem Archiv älterer Texte, die ich für andere Zwecke
geschrieben hatte), aber dennoch: das ist kein Tagebuch. Ich
werde nicht darüber berichten, was ich wo einkaufe, welche Socken ich
trage, für wen ich gerade arbeite, und wo ich wann wohne.
Meine Geschichte wird im Rückblick erzählt!
Wenn Ihr mir ein Email schreibt, gebe ich euch gerne weitere Kontaktinfos.
Es grüßt
Eure Schmetterlingsfrau
Dienstag, 23. Januar 2007 um 20:05
So ich hab Dich jetzt mal zu uns rüber geholt, echt gut das Du bei WordPress gelandet bist, ich finde Dein Blog hat gewonnen. Herzliche Grüsse die mischpoke
Montag, 5. Februar 2007 um 16:07
[...] zu haben, der bei der Wehrmacht war, und einen Schwiegeropa, der Auschwitz überlebte, der hat dieses Blog eben noch nicht gelesen. Alles das bin ich - und ich schreibe was ich [...]
Donnerstag, 22. März 2007 um 12:06
Wunderbar! Kein Betroffenheitsprofi, der einem einredet, es gebe so etwas wie “Islamophobie”, und die sei quasi dasselbe wie Antisemitismus. Gruß Manfred
Montag, 30. April 2007 um 11:04
hallo schmetterlingsfrau,
ich werd eanfang juli mit einer freundin nach israel reisen. Ich bin eine “auserwählte”(scheiße hört sich das hochgestochen an…) die Österreich während eines weltweitem Treffen vetreten darf. Ich wollte fragen ob du mir ein paar tipps bezüglich Verhalten, u. a. geben kannst. würde mich sehr auf eine Anwort freuen. liebe grüße aus östrreich, elisa
Montag, 30. April 2007 um 11:34
Liebe Elisa,
Freut mich, daß du dich für diese Reise entschieden hast. Ich schreibe dir per Email.
Mittwoch, 6. Juni 2007 um 20:00
Shalom Schmetterlingsfrau,
Interessant, deine Einträge. Ich habe als Deutsche und Christin von 1992 bis 1996 in Israel gelebt. Die Zeit hat meine Religiösität so weit verändert, dass ich bei strenggläubigen Mitmenschen mittlerweile als Ketzerin durchgehe. Was mich nicht weiter stört.
Schade, dass Du anonym bleiben willst. Ich arbeite als freie Journalistin, u.a. für die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung.
Wo lebst Du denn jetzt? Ich habe eine Freundin in Mizpe Ramon, die vor Jahren konvertiert ist - in Israel, wo es ja besonders kompliziert ist.
Kol tov
Annette
Mittwoch, 20. Juni 2007 um 14:39
Hallo Schmetterlingsfrau,
ich lese deine blog entries sehr gerne und haette einige Fragen zu deinen Erfahrungen in Sachen Uebertritt in Israel. Wuerde mich freuen, wenn du dich bei mir per email melden wuerdest.
Kol Tuv
Mittwoch, 19. September 2007 um 10:21
Shalom und Hallo!
Ich bin über talmud.de und die antimissionarische Website von R. Gorbachov zu Dir gelangt. Es gefällt mir - soweit ich bisher umschaute - bei Dir sehr gut - und: danke für deine Mühen und Informationen.
Liebe Schmetterlingsfrau, ich möchte Dich aber eigendlich folgendes fragen:
)
War es vermutlich schwerer in Israel überzutreten als in Deutschland? War es vermutlich leichter zusammen mit deinem Mann überzutreten? Wie könnte ich meinen Übertritt innerhalb eines Aufenthaltes in einem Kibbuz in Israel am besten vorbereiten - hast Du Tipps und Hilfen für mich bitte? Ich hätte nichts gegen ein bergiges oder südliches Umfeld und fühle mich in den konservativen bis konservativ-rekonstruktionistischen Strömungen wohl. (Die Sache mit der Gemeinde vor Ort, Rabbi finden etc. kenne ich schon
Mittwoch, 19. September 2007 um 13:09
Hallo Jacob
Ob es schwerer ist als in Deutschland kann ich nicht sagen, da ich nie in Deutschland konvertiert habe.
Zu einem Mann: Als Single konnte man bei uns schon mal gar nicht übertreten, da man eine persönliche Beziehung zum Judentum haben muß. (außer Verwandte natürlich, dann geht es sehr einfach.) Daß Einzelpersonen das “einfach so machen” wird eigentlich eher weniger akzeptiert. Man fragt dann warum.
Zu einem Kibbuz kann ich dir auch nicht viel sagen, da ich das nicht kenne. “Konservativ bis konservativ-rekonstruktionistisch” solltest du gleich vergessen, denn in Israel gibt es nur eine Art Judentum, die orthodoxe nämlich. Die Konversionen werden üblicherweise von den Nationalreligiösen getragen, denn die anderen Gruppen haben daran wenig Interesse. Wie du dich darauf vorbereitest? Dir gut überlegen, was du beim ersten Interview sagst. Eine Beziehung zum Judentum, die VOR deinem Ankommen in Israel bestanden hat, kann dabei helfen. Evt. können dir Freunde in Deutschland da weiterhelfen.
Darüberhinaus wundere ich mich und freue mich über die Referenzen, die du angibst
Donnerstag, 8. November 2007 um 15:45
[...] mit Mord. So wird sichergestellt, daß es nur eine Meinung - die richtige - geben darf. Aus Zwei Pässe eine Meinung [...]
Dienstag, 19. Februar 2008 um 20:36
Hallo, Schmetterlingsfrau,
ich konvertiere auch, aber hier in Deutschland, und das ORTHODOX - nun schon aktiv seit ZWEIEINHALB Jahren. Ich beschäftige mich aber schon seit einigen Jahren mit dem Judentum, ich habe jüdische Wurzeln. Ich bin geschieden, meine Ehe ging wegen meiner wachsenden Religiösität und der damit verbundenen Probleme (koscher essen, Schabbat halten usw.) auseinander. Andererseits hätte ich verheiratet mit einem Nichtjuden sowieso nicht konvertieren dürfen. Wenn schon, dann beide zusammen. Das kam aber für meinen Ex-Mann nicht in Frage, und schon gar nicht mir zuliebe… Während dieser ganzen Zeit - solange, bis ich es endlich geschafft habe - darf ich auch keinen JÜDISCHEN Partner haben. Also auf den Punkt gebracht: GAR KEINEN Partner. So ziehen meine besten Jahre unbemannt an mir vorüber
Einen jüdischen Partner zu haben, wird dem Gijur-Kandidaten so ausgelegt, als würde man seinetwegen konvertieren, und das ist ein Grund den Kandidaten abzulehen… Einziger akzeptierter Grund ist ein Übertrittswunsch aus Liebe zu haSchem!
Ich hatte im Herbst ein Interview mit dem orthodoxen Beit Din, das extra aus Israel nach Deutschland angereist war. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend für beide Seiten. Jedoch zwei Termine müssen noch folgen, in welchen Abständen ist mir unklar. Ich hoffe, dass ich es noch in diesem Jahr schaffen werde. Denn ich will ich für immer nach Israel gehen. Natürlich wäre es gut, wenn dort ein lieber jüdischer Mann auf mich warten würde. Ich möchte wieder heiraten und eine schöne jüdische Familie haben. Jedoch wächst so langsam die Angst, erst als alte Frau nach Israel einzuwandern. Was natürlich für Heiratswunsch und Arbeitssuche nicht gerade förderlich ist.
Ich würde mich freuen, vielleicht mal privat von dir zu hören.
Lieber Gruß -
Lea
Dienstag, 19. Februar 2008 um 21:00
Hallo Lea,
ich denke ein Austausch hätte wenig Sinn, da wir uns in zwei völlig verschiedenen Bereichen bewegen. Israel ist nicht Deutschland. Hier konvertiert kaum jemand aus anderen Gründen außer Heirat, Adoption oder Familienherkunft. Natürlich haben alle Konvertiten familiäre oder partnerschaftliche Bindungen, weil sie sonst nicht in Israel wären.
Ob du dein Sexual- und Liebesleben für eine Religion opferst, ist deine Entscheidung. Andere Religionen tun das, das Judentum eher nicht.
Mittwoch, 20. Februar 2008 um 17:17
hallo,
ich hab mir das mal durchgelesen was du so schreibst
für mich ist religion nicht wichtig und kommt für mich wenn überhaupt erst zum schluss, was ich viel wichtiger finde ist die moral und die einstellung,
für mich gibt es nur gute/weizen und schleichte/unkraut menschen
bei dir sind die grenzen von gut weit überschritten
die beweggründe deines handels grenzen meiner meinung nach an tierische triebe
deine gestörte einstellung der menschheit gegenüber, die ja offensichtlich ist
hat warscheinlich mit einem erlebten trauma zutun das du bis heute nicht verarbeitet hast, und was bestimmt dein persönlicher lebenssinn ist, den du leider nicht erkennst!
mein tipp an dich:
du solltest deine augen im richtigen moment öffnen und im richtigen moment schließen, nicht umgekehrt
du solltest deine einstellung mit deiner “eigenen” sammlung an erfahrung schmieden und nicht mit der vom hören-sagen
du solltest versuchen deinen intelekt auf wichtige sachen wie verständnis und toleranz zu projezieren
ich hoffen du denkst mal darüber nach
schönen gruß danijel
Mittwoch, 20. Februar 2008 um 19:15
Lieber Daniel
Hilfst du mir meinen Lebenssinn zu finden und mein Trauma zu verarbeiten? Was kostet die Schocktherapie? Muß ich den Flug nach Deutschland bezahlen?
Zu guter letzt was du tun SOLLTEST: http://www.duden.de 
Freitag, 22. Februar 2008 um 14:35
hallo
ich denke dein lebenssinn ist, damit fertig zuwerden das dich am meißten unterscheidet von anderen, und das zu verarbeiten, drüber zu stehen über dem was dir wiederfahren ist und dich ausmacht und nicht noch tiefer darin zu versinken
du bist mit einem fehler geboren wie wir alle und du sollst ohne diesen fehler sterben, im ideal fall
was bei der masse die heute auf der erde lebt nicht der fall ist weil sie sich von allen seiten verführen lässt, aber an der masse orientieren sich nur die “schwachen” bzw verlohrenen die die sich abgewendet haben
du solltest am ende deines erden lebens größer sein als am anfang
das meine rechtschreibung bzw gramatik nicht grade die beste ist liegt daran das deutsch nicht die hauptsprache ist mit der ich komuniziere
du brauchst keinen flug nach deutschland zu buchen ich bin auf dem weg zu dir
das ist zumbeispiel ein teil meiner strafe (das was mich z.b. von dir unterscheidet) die ich durchleben muss um mein leben zu erhalten
es gibt viele wege doch nur einen richtigen, und um den zu gehn brauchst du glauben
und musst akzeptieren können das du von der masse für verrückt erklärt wirst
ich bin bis vor nicht all zu langer zeit den komplett falschen weg gelaufen, habe aber dank “gott” den richtigen weg wieder gefunden, ich habe mein ganzes leben umstrukturiert, sehr viele sachen die mir bis dahn von großer bedeutung waren fallen gelassen, weil mir die bedeutungslosigkeit dieser bewust wurde
es ist nur MEINE meinung: du gehst nicht den richtigen weg!
schönen gruß danijel
Freitag, 22. Februar 2008 um 16:25
(Das obige nur so zum Beweis, daß ich hier wirklich fast jeden Scheiß durchlasse.)
Samstag, 29. März 2008 um 14:58
Liebe Schmetterlingsfrau,Shabbat Shalom
Interessant war bisher mein Herumstreifen auf Deinem Blog.
Ich bin von Geburt her in Dt.,aber habe 2002 Allija gemacht und lebe vermehrt wieder in Dt.
Somit trage ich auch 2 Päße bei mir und finde es interessant,was für Meinungen Du hier bewirkst.
So ist es auch für mich-als Sohn einer jüd.Mamme-faszinierend,was Lea so schrieb. Dass mit der Partnerschaft,während des Gijurs,war mir neu. Ich erlaube mir mal ihr von dieser Stelle hier alles Gute zuwünschen.
Für Dein Leben in Eretz wünsche ich Dir trotzdem alles Gute und viel Lebensmut/-wut.
David
Sonntag, 15. Juni 2008 um 10:09
Shalom chaverim….
Seit vier Jahre lese ich Erfahrungsberichte ueber den GIJUR und hab nie von mir erzaehlt…
Lebe seit ueber 3 Jahren in Israel.. kam aus Liebe zu meinem Freund nach Israel und habe mit dem dem Gijur vor ueber einem Jahr mit meinem damaligen Freund begonnen… ich habe ihn dazu ueberreden koennen es zu versuchen.. da mir von Anfang an klar war wenn ich in Israel lebe dann moechte ich eine juedische Familie gruenden..
Leider ist es ja mittlerweile so, dass das Rabbanut nicht sofort das OK bzw. Ishur zum Konvertieren gibt. Diese meinten wir sollen nach einem halben Jahr wieder zurueckkommen..
Seit diesem Treffen halte ich Shabbat, gehe zur Beit Knesset, lerne in der Midrascha usw. als dieses jedoch fuer meinen nicht religioesen Freund(Israeli) zu viel wurde, haben wir uns getrennt und ich bin fuer 6 Monate in ein reglioeses Kibbutz um mich intensiv mit dem Judentum zu befassen.. es war eine tolle Zeit und ich habe sehr viel gelernt.. den Kurs erfolgreich abgeschlossen und ich war ready fuer das Bei Din…
Nach dem 3 Treffen mit dem Rabbiner meinte dann dieser, dass es fuer mich KEINE Moeglichkeit gibt den GIJUR in Israel weiterzumachen, da ich nicht mehr mit meinem Freund zusammen bin und somit mein VISA nicht mehr gueltig ist..
Toll… er meinte ich kann den Gijur nur in Frankfurt Deutschland machen.. wo ich jedoch niemanden kenne. da ich selbst nicht aus Deutschland bin…
einen netten Briefe habe ich auch noch vom zustaendigen Rabbiner erhalten… viel Spass beim Lesen
Shalom!
I have no problem taking you issue to the commitee (Vaadat) in Jerusalem, but the minute you file will open at their desk the decision will be sending you the police taking you to the airport and throwing you out of the country. If that is you request- I have no problem to make it come true. After lying the the Ministry of Interior (My Rav from the conversion course told me I can only start with a 6 months visa the course, so I went there again with my ex-boyfriend) da ich dem Rabbiner vertraute…I do not see a way to help you. As fare as I can assume you will never get the Admission.. All the best..
This great and very polite letter I received from the Rav of the Rabbanut…
I have no idea what to do anymore…
Somebody can help me …?
danke fuer Eure Antworten…
Traum