Neben den allgegenwärtigen Maschinengewehren stören sich Israeltouristen auch an den Rauchverboten, die hier im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern viel verbreiteter sind. Seit einigen Jahren lebe ich praktisch vollkommen ohne jeglichen Rauch. Undenkbar in Europa, wo die Forderung nach Rauchverboten eine Domäne der Linken ist und auf wenig Gegenliebe stößt.
Kürzlich kam es wieder vor, daß eine Bekannte, die neu in Israel ist, mir ihr Leid klagte: “Hier darf man ja nirgends rauchen!” Es stimmt, es gibt einen ziemlichen Unterschied zwischen Israel und Europa. In Israel schafft man es ohne größeren Aufwand, sein Leben ohne Rauchbelästigung zu gestalten. An öffentlichen Plätzen wie Einkaufszentren darf nicht geraucht werden. In fast allen Restaurants wird man beim Betreten selbstverständlich gefragt, ob man rauche oder nicht. Sogar in Bars gibt es Raucherzonen. Auf Urlaub in Europa wird mir jedesmal wieder klar, wie rückständig die Rauchergesetze dort sind. In Spanien etwa gab es nirgends normale Restaurants mit Bereich für Raucher. Jeder hatte aber brav das per Gesetz verordnene Schild ausgehängt “RAUCHEN ERLAUBT!”. Ein wahrlich tolles Gesetz haben die Spanier da!
Ich habe selbst nie geraucht, nicht ein einziges Mal. Zeit meines Lebens habe ich aber das Rauchen als Selbstverständlichkeit akzeptiert, etwa im Restaurant oder abends beim Ausgehen. Das gehörte eben dazu. In einer Gruppe von jungen Leuten war ich meistens die einzige, die nicht geraucht hat. Überreden lassen habe ich mich aber nie. Dazu sah ich einfach keinen Anlaß. Man mußte das aber selbstverständlich ertragen, wenn die Haare stanken oder einem beim Dessert Rauch vom Nebentisch in die Nase wehte. Nicht zu rauchen machte mich als Teenager zum Außenseiter, aber sich gegen den Rauch aufzuregen wäre sozialer Selbstmord gewesen.
Heute sehe ich das anders. Ich habe erfahren, daß man das keinesfalls akzeptieren muß.
Eigentlich ist es ja absurd: Das flächendeckende Rauchverbot erlebte ich zum ersten Mal in den USA, welche Vorreiter in Rauchergesetzgebung sind (und Vorbild für Israel - wohl auch in diesen Dingen). McDonald’s war in meiner Kindheit immer das einzige Restaurant, in dem nicht geraucht werden durfte. (Ich habe es immer so erklärt, daß das deswegen so gehandhabt wird, da dort die Hauptkunden Kinder seien.) Obwohl die Antirauchergesetze eine äußerst amerikanische Erfindung sind, gelten sie in Europa als ausschließliche Domäne der Linken, von Grünen und Roten, während die Konservativen und Liberalen sich dagegen sträuben, mit dem Hinweis, es würde nicht nur das Geschäft ruinieren, sondern es wäre eine Bevormundung der Bevölkerung.
Das ist ein interessanter Punkt. In Europa wird die Debatte nämlich anders geführt als in Israel. Das ist zumindest mein Eindruck. Die Forderung nach Nichtraucherschutz geht ausschließlich in die Richtung Umwelt und Gesundheit, und der Ton ist enorm belehrend:
Tabakrauch ist extrem gesundheitsschädigend, nicht nur für Personen die aktiv Tabak rauchen sondern auch für alle, die den Rauch passiv einatmen. Selbst ein einzelner Raucher führt dazu, dass die Gesundheit aller im selben Raum geschädigt wird. [...] Wenn ein Raucher an einer Zigarette zieht, entsteht an der Glutspitze bei einer Temperatur von ca. 950 Grad der sogenannte Hauptstromrauch mit einem Gemisch aus mehr als 4000 Chemikalien, viele davon von der WHO als krebserregend oder möglicherweise krebserregend eingestuft. [...]Passivraucher, so die WHO, haben ein bis zu 20 Prozent höheres Lungenkrebsrisko, die Wahrscheinlicheit einer Herzkrankheit wird durch das Passivrauchen um 35 Prozent erhöht.
Zusammengefaßt soll Rauchen verboten werden, weil es erstens die Raucher schädigt und zweitens jene, die danebensitzen (müssen). Das ist eine Argumentationslinie, die klassisch links ist. Nicht Eigenverantwortung oder das Recht auf Nichtbelästigung werden ins Feld geführt, sondern der Zeigefinger erhoben und dem bösen Raucher die Leviten gelesen. Der Staat soll entscheiden wie der Bürger zu leben hat. Kein Wunder, daß liberal Denkende gegen diese Ideen Sturm laufen.
Ich empfinde diese Argumantation auch als haarsträubend, und das obwohl ich gar nicht rauche noch irgendwer in meiner unmittelbaren Familienumgebung.
Es wird der Eindruck erweckt, als bräuchte man irgendeinen triftigen Grund dafür, daß man beim Essen nicht durch stinkende, beißende Rauchschwaden belästigt werden möchte. Was wäre, wenn Rauchen überhaupt nicht schädlich wäre, genauso wie, sagen wir mal, der gepflegte Geruch eines deftigen Furzes? Müßten wir es dann ertragen? Wenn Furzen Mode wäre, müßten wir Fürze ertragen, nur weil es nicht schädlich ist?
Allein das Wort Nichtraucher impliziert, daß der Zustand des Nichtrauchens etwas wäre, das eigens definiert werden müßte. Als ob Nichtraucher eine Zuschreibung wäre, die einen Sinn ergibt, wenn es keine Raucher gäbe. Nicht der Nichtraucher setzt sich irgendwie ab, sondern der Raucher. Daher brauchen wir auch keine “Nichtraucherzonen” sondern Raucherzonen.
Haartsträubend ist auch die widerliche, von oben herab rieselnde Belehrung, die in diesen Forderungen mitschwingt. Fotos von schwarzen Lungen, Kehlkopf-OPs und amputierten Beinen - meinen die wirklich, das wird viel Sympathie für Rauchverbote bringen? Rauchen ist schädlich, ja, Trinken auch, das Essen von Hamburgern auch, Sport auch, Reisen auch. Sollen wir das alles verbieten? Rauchen ist nunmal ein Genußmittel für viele. (Ich rauche zwar nicht, finde es ekelhaft, aber dafür schmeckt mir Wodka mit Apfelschorle.) Ich habe nichts dagegen, wenn andere rauchen. Es ist ihre eigene Verantwortung. Solange jemand erwachsen ist, kann er tun was er möchte. Nur bitte nicht mich damit zu belästigen, wenn ich esse, arbeite, einkaufe oder mich an anderen Orten bewege, wo ich dem Rauch nicht entkommen kann. Ich dürfte ja auch nicht Stinkbomben im Restaurant hochgehen lassen, ohne daß man mich vor die Tür setzt oder schlimmeres.
Ich kann die Raucher schon verstehen, die sich durch die gebetsmühlenartigen Vorträge über ihre Selbstschädigung angegriffen und beleidigt fühlen. Wie kleine Kinder werden sie behandelt. Als Reaktion kommen dann Aussagen wie “Rauchverbote sind eine Einschränkung der persönlichen Freiheit” und “man hat ein Recht zu rauchen”. Was natürlich völliger Unsinn ist, denn niemand hat das Recht, einen anderen zu belästigen oder gar zu schädigen. Die Kleidung anderer vorsätzlich zu verschmutzen ist Sachbeschädigung. Halsschmerzen zu verursachen ist Körperverletzung. Dazu braucht man keine Hinweise auf Lungenkrebs und irgendwelche Statistiken über wieviele Minute jedes Lebens eine Zigarette ist - wie lächerlich und anmaßend.
Ich habe den Eindruck, daß diese Zeigefingermentalität in Israel (und den USA?) weniger ausgeprägt ist. Der Wahn, alles und jedes durch Gesetze zu regeln, einfach weil es möglich ist, ist eine typisch europäische Macke. Man denkt auch in reinem Schwarzweiß: Entweder Rauchen solle erlaubt sein oder man verbietet es überall, da ja auch etwa Kellner ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz hätte. Diese Argumentation ist widersinnig. Offenbar gibt es Nachfrage nach Raucherzonen, dann sollen sie doch bitte eingerichtet werden. Was spricht dagegen, zwei abgetrennte Bereiche zu haben? Natürlich wird ein Kellner dann im Rauch arbeiten müssen, aber ein Müllmann muß noch Schlimmeres ertragen. Wie kann man eine Bar mit einem Büro vergleichen?
Diese Festgefahrenheit gibt es in Israel nicht. Die Mehrheit möchte offenbar die Möglichkeit haben, rauchfrei zu essen, zu arbeiten und einzukaufen. Auch dann, wenn sie selbst rauchen. Einfach deswegen, weil der Geruch stört, der Rauch in den Augen beißt und im Hals kratzt. Weil es einfach eine Belästigung ist. Als Begründung gilt die eigene Freiheit, welche aber dort endet, wo das Wohlbefinden anderer gestört wird. Das Recht auf saubere Luft sollte das einzige Argument sein (soweit das möglich ist). Und doch gibt es Bars und Restaurants, wo überall geraucht wird, weil der Stil eben diese Klientel anspricht. In die geht man dann eben einfach nicht. Es gibt genügend Alternativen. Auch wenn es widersprüchlich klingt: Das Problem wird hier trotz stärkerer Rauchverbote lockerer gesehen.
Mittwoch, 21. Februar 2007 um 14:21
Das “rauchfreie” Leben hier ist sicher ein grosser Pluspunkt, da stimme ich dir zu! Jedes mal, wenn ich in D zu Besuch bin und abends mal mit einer Freundin rausgehe, bin ich anschliessend überrascht, wie fies Klamotten und Haare anschliessend riechen. Richtig ekelhaft. Das vergesse ich zwischenzeitlich nämlich immer wieder. Selbst wenn man hier in einen Pub geht, kann man generell das gleiche Outfit ohne Probleme am nächsten Tag nochmal anziehen (wenn man will). Und das selbst dann, wenn man mit jemandem zusammen sitzt, der raucht (oder sich selber vielleicht eine anzündet, was aber nur ganz, ganz gelegentlich mal vorkommt).
Übrigens finde ich die Tatsache, dass Passivraucher noch stärker Lungenkrebs-gefährdet sind als Aktivraucher, äusserst alarmierend und allein ausreichend, ein Rauchverbot durchzusetzen.
Mittwoch, 21. Februar 2007 um 15:03
Diese Tatsache verstärkt den Grund für ein Verbot ins Tausendfache, da bin ich ganz deiner Meinung. Mir geht es auch so, daß ich gar nicht mehr gewohnt bin, bei Rauchgestank zu essen.
Mittwoch, 21. Februar 2007 um 19:39
Ich kann es verstehen, dass man das Rauchen nicht mag, obwohl ich Raucherin bin und gegen jegliche Verbote. Ich finde, reglementiert wird man ohnehin genug.
Was den Schaden anbelangt, müsste man auch das Trinken von Alkohol verbieten, denn durch Alkoholiker ist der wirtschaftliche Schaden extrem hoch. Macht nur niemand, denn es stört ja keinen direkt.
Ich würde Rauchzonen befürworten, naürlich ohne, dass gleich der Nichtraucherbereich am Tisch daneben ist. Damit hätten Raucher sicher keine Probleme.
Mittwoch, 21. Februar 2007 um 20:01
stimmt, mir ist der typisch ekelhafte wirtshausgeruch auch erst wieder aufgefallen, als ich auf urlaub in .at war.
in israel ist das angenehm. ich rauche selber, hasse es aber, wenn jemand neben mir während des essens raucht. da werde ich zur bestie!
ich finde es überhaupt nicht schlimm, für eine zigarette schnell mal rauszugehen. erstens raucht man dann nicht so viel und zweitens stinkt man weniger…*gg*.
das rauchen in restaurants sollte generell verboten werden, vorallem weil sich viele kinder darin aufhalten. wer rauchen will, soll halt schnell 5 minuten vor die tür.
aber in israel rauchen viel mehr menschen, nicht? oder meine ich das nur?
Donnerstag, 22. Februar 2007 um 0:30
Ja weiß nicht? Mir kommt eher vor, daß weniger rauchen. Aber vielleicht ist unsere Familie und die Freunde von meinem Mann eine Ausnahme. Da raucht nämlich niemand, bis auf einen Onkel.
Donnerstag, 22. Februar 2007 um 0:39
@Yael Gegen Alkohol habe ich weniger, denn der stinkt ja nicht
Außer man fährt dann betrunken und legt jemanden um (gerade war wieder so ein Fall im TV). Ich bin auch gegen völlige Rauchverbote in Bars usw., weil es eben doch Nachfrage gibt. Aber dann bitte mit Raucherzone, denn dann ist allen geholfen. Von Prohibition, Zeigefinger und Genußfeindlichkeit halte ich auch nichts.
Samstag, 24. Februar 2007 um 19:23
Egal wo ich als Raucher bzw. Nichtfreiatmer zum Thema Nichtraucherschutz bzw. Sauerstoffrecht lese, so fällt mir als u.a. exzessiven Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel doch auf, daß niemand einfällt, wie sehr wir durch Autobgase, Katalysatoren hin und Hybrid her, um das Recht auf freien Sauerstoff betrogen werden.
Autos im öffentlichen Raum zu verbieten wäre ja hinsichtlich der geforderten Mobilität ein Unding, … aber konsequent, wenn bezüglich des Rauchens mit Gesundheit argumentiert wird.
Ehrlich gesagt ko***n mich freiatmende Autofahrer ganz schön an - ob diese nun links in grüne oder rechts ins liberty abbiegen.
Dienstag, 27. Februar 2007 um 11:54
Ich denke es würde meistens schon reichen, wenn man
mehr Rücksicht aufeinander nehmen würde. Wenn ich
möchte, dass sich ein Nichtraucher bei mir zu Hause
wohlfühlt, dann rauche ich selbst in meinen eigenen
vier wänden nicht.
Was Deutschland betrifft glaub ich dass die Leute das
Rauchverbot eher deshalb ablehnen, weil es hier so
viele Raucher gibt. Und es gibt ja bis heute noch viele
Jugendliche und fast noch Kinder die anfangen zu Rauchen.
Für mich ist das das größte Problem wenn Kinder damit
anfangen, die meisten fangen in dem alter an und bleiben
dann dabei. Aber da wird man mit Rauchverboten nicht
weiterkommen. Die Rauchverbote sind eher was um
Nichtraucher zu schützen aber es sollte nicht dabei
belassen werden. Ich find aber auch dass dieses
“Raucher gegen Nichtraucher” oft etwas lächerlich wirkt.
Ich mein das jetzt von beiden Seiten.
Was das Links und Rechts betrifft… In Deutschland gab
oder gibts noch einen Versuch die Heroinabgabe an
stark Suchrkranke zu legalisieren. Es gab da ein paar
Versuche dazu in einigen Großstädten. Was man so
im TV an Reportagen gesehen hat klang das wie ein
ganz guter Versuch und die Ergebnisse konnten sich
auch blicken lassen. Die CDU in den Versuchstädten
war dafür dieses Programm weiterzuführen und die
CDU im Bundestag stemmt sich dagegen. Wies ausgegangen
ist weis ich nicht. ABer ich denke dass das Rechts - Links
doch etwas sehr relatives ist und dass es einfach in der
Realität auf andere Dinge ankommt.
Jakobo
Mittwoch, 7. März 2007 um 15:01
“Man denkt auch in reinem Schwarzweiß: Entweder Rauchen solle erlaubt sein oder man verbietet es überall, da ja auch etwa Kellner ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz hätte. Diese Argumentation ist widersinnig. Offenbar gibt es Nachfrage nach Raucherzonen, dann sollen sie doch bitte eingerichtet werden. Was spricht dagegen, zwei abgetrennte Bereiche zu haben? Natürlich wird ein Kellner dann im Rauch arbeiten müssen, aber ein Müllmann muß noch Schlimmeres ertragen. Wie kann man eine Bar mit einem Büro vergleichen?”
Beides sind Arbeitsplätze. Ich muss beruflich auch zu Terminen in “Bars”, wo ich nicht vollgeraucht werden will, mein Arbeitgeber aber erwartet das von mir.
Mitarbeiter haben ein Recht auf einen Arbeitsplatz der soweit möglich die Gesundheit nicht gefährdet. Für “Müllmänner” die mit gefährlichem Müll hantieren müssen gibt es sehe sehr strenge gesetzliche Arbeitsschutzmassnahmen. Bestimmt auch in Israel. Und normaler Hausmüll ist nicht gefährlich und riecht nicht mal besonders stark. Ein Bekannter von mir ist früher Kellner gewesen in verrauchten Lokalen, schwer krank geworden und danach arbeitslos.
Wenn er heute sagt: “Geben sie mir einen Job, aber bitte einen rauchfreien” wird er doch ausgelacht und ihm die Unterstützung gekürzt weil er ja die Jobangebote nicht annimmt.
Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 11:06
Also ich finde das ganze höchst merkwürdig, wieso Raucher geächtet werden ist klar aber wie war das noch mit dem Alkoholikern?? Es ist einfach tatsache das Raucher die Wirtschaft ankurbeln und Alkoholiker, im gewissen maße (wünschen tue ich es keinem einer zu werden) auch. Ich rauche selber und habe in meinem Job als Spediteur nicht immer den klaren Geist an meine Mitarbeiter zu denken. Ich denke das ist mit dem Stress verbunden.. Das soll nicht heißen das ich rücksichtslos bin, Ich gehe immer vor die Tür zum Rauchen!
Dieses “Gesetz” ist sinnlos denn Bevor ich oder ein anderer Raucher rücksicht nehmen würde sollte man erst mal die sache mit dem Gesetz überarbeiten. Es gibt nur ein Problem. Das Problem ist, dass es die Menschen nicht kümmert warum dieser Mensch raucht nein es stört eben und die Verständnis Grenze ist sehr niedrig gehalten. Jeder denkt an sich und nur wenige denken auch an andere. Ich habe auch mit 14 angefangen zu Rauchen und einfach bei dem Problem der Ausgrenzung aus der Gruppe nachgegeben. Nennt mich Mitläufer von mir aus, aber nich jeder ist so stark den Gruppenzwang zu wiederstehn und deswegen denke ich, dass man dieses Problem nie beheben kann, denn die Jugend heutzutage macht sowieso was sie will. Die Politiker denken nur im allgemeinen Wohlwollen an die Menschen aber sie haben “gar keinen Plan” von den jungen Leuten heute und sollten sich vllt mal bei dem Großteil der Raucher schlau machen, denn das sind leider vorwiegend Jugendliche und Kinder!!
Das “Gesetz” wird immer attraktiv sein, unzwar zum Brechen.. Jugendliche mögen das und Kinder ebenfalls.
Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 12:16
Ich jedenfalls “ächte” weder Raucher noch Trinker. Beides sind Genußmittel, und jeder Erwachsene ist selbst für sich verantwortlich. Eine Hütung der Volksgesundheit lehne ich ab. (Daß starke Raucher und Trinker höhere Krankenversicherungsbeträge zahlen halte ich aber für selbstverständlich, denn wie kommen andere dazu, für selbst verursachten Schaden zu zahlen?) Der Unterschied ist aber nur: Wenn neben mir einer trinkt, dann stört mich das nicht, solange er nicht in eine Auto steigt. Der Rauch stört mich aber, vor allem beim Essen. Wie komme ich dazu, mir mein Essen vermiesen zu lassen, nur weil andere nicht für 2 Minuten hinausgehen können? Das hat mit Verständnis nichts zu tun. Es darf doch jeder rauchen soviel er möchte, nur nicht neben mir. Alleine die Idee, daß man in einem verrauchten Restaurant essen soll, ist für mich inzwischen so hahnebüchen und so eine Zumutung, daß ich mir kaum vorstellen kann, daß ich das früher für selbstverständlich hielt. In Europa gilt immer noch das “Nichtrauchen” als der Ausnahmezustand, und der “Nichtraucher” als der gesondert zu Behandelnde. Ich lehne sogar den Begriff “Nichtraucher” ab, da er aus der Rauchersprache stammt. Ich bin kein “Nichtraucher”, sondern einfach ein Mensch, denn mit einer Zigarette im Mund wird keiner geboren!
Natürlich hast du recht, daß das Rauchproblem in der Jugend beginnt. Solange Rauchen als cool und toll, als erwachsen und attraktiv gilt, werden Jugendliche immer anfangen zu rauchen. Beim Trinken ist dasselbe. Solange man dumm angemacht wird, nur weil man auf einer Party sich nicht betrinkt, wird es Alkoholiker geben. Das ist ein gesellschaftliches Problem. Ich will die Gesellschaft jedenfalls nicht ändern, sondern nur dem Einzelnen ein Recht auf rauchfreie Luft und unfallfreie Straßen geben.
Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 14:09
Genau @ Schmetterlingsfrau, erwähnungswürdig wäre noch in Restaurants rauch ich grundsätzlich nicht denn ich bin kein Egoist der seine Mitmenschen missachtet!
Und danke das du das mit der Jugend so versiert ansprichst denn so lange es den Gruppenzwang gibt und solang Menschen Gefühle haben wie Sucht oder Ekel ist eine Konversation von Raucher zu “Mensch” nicht möglich, jedenfalls mit einer gewissen Distanz nicht!
Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 18:42
Das ist sehr gut, daß du in Restaurants nicht rauchst. Die meisten Raucher sehen das allerdings anders. Doch zur Zeit ändert sich viel quer durch Europa. Schon einige Länder haben Rauchverbote installiert. (PS die erste Version deines Eintrags war schon OK.)