Bioethik und Religion: Ein jüdisch-christlicher Vergleich zur Organtransplantation und Stammzellenforschung

Obwohl die Mehrheit der Christen wie auch der Juden ein nichtreligiöses Weltbild hat, ist der Einfluß religiöser Denkschemen auf die bioethischen Grundwerte nicht wegzudiskutieren. Besonders die Frage der Organentnahme von Hirntoten und der Stammzellenforschung wird in christlichen Gesellschaft völlig anders gestellt und beantwortet als in der jüdischen.


Die meisten würden mit Überzeugung zustimmen, daß bioethische Fragen in der heutigen Zeit völlig losgelöst von religiösen Fragestellungen zu behandeln sind. Man habe sich dabei ausschließlich auf medizinische Fakten zu beschränken. Nichtreligiöse Menschen, die zu bioethischen Fragen eine Meinung haben, sind fast immer davon überzeugt, daß die Religion ihrer Umgebung nichts mit ihren Einstellungen zu tun hat. Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Es ist eine gern geglaubte Illusion und eine Überheblichkeit. Wie sehr wir von den religiösen Werten unserer Umgebung beeinflußt sind, wird erst dann bemerkbar, wenn man seine Umgebung verläßt, in eine andere tritt, anderen und neuen Einflüssen ausgesetzt ist, und so einen Blick von außen auf beide Denkwelten werfen kann, ohne den Unannehmlichkeiten des Tabubruchs und des Konformitätsdrucks ausgesetzt zu sein.

Daß die Religion sich in bioethische Fragen einmischt, ist keine Neuigkeit. Fast immer nehmen die Kirchen dabei eine kritische bis vernichtende Position ein, so beispielsweise bei der Abtreibung (was ich später anreißen werde) oder der Genmanipulation. Grundsätzlich wird alles erst einmal abgelehnt - so der Eindruck nicht weniger Kirchenkritiker.

Eine Ausnahme bildet aber die Organtransplantation. Die christlichen Kirchen akzeptieren sie nicht nur, sondern bilden teilweise sogar die moralische Speerspitze in der Rekrutierung von Menschen, die sich bereiterklären, ihre Organe nach festgestelltem Hirntod zur Verfügung zu stellen. Warum ist das so? Würde man nicht eine kritische Position erwarten? Die üblichen Argumente wie etwa die “Einmischung in göttliche Prozesse” werden nicht angeführt. Im Gegenteil, es wird ein Klima eines moralischen Imperativs erzeugt, daß die “Organspende” zu einer Christen- und Menschenpflicht macht.

In der Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands lesen wir:

“In diesem Zusammenhang wird deutlich, wie wichtig es ist, das allgemeine Bewußtsein für die Notwendigkeit der Organspende zu vertiefen. [...] Die Ärzte und ihre Mitarbeiter, aber auch die christlichen Gemeinden, sind aufgerufen, ihren Beitrag zur sachlichen Aufklärung der Bevölkerung zu leisten, um mehr Möglichkeiten da Transplantation zu verwirklichen. Aus christlicher Sicht ist die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten.”

(Hervorhebung von mir). Dahinter steckt die christliche Lehre in zweierlei Ausformungen. Einerseits fördert das christliche Menschenbild die Hirntoddefinition als logische Konsequenz, da von einem Leib-Seele-Dualismus ausgegangen wird. Nach dieser philosophischen Anschauung sind wir keine Einheit aus Körper und Seele, sondern eine Seele, die einen Körper bewohnt. Der Körper ist nur äußere Hülle, das Vehikel für die Seele, welches beim Eintritt in das Himmelreich abgestreift wird (damit verbunden auch Lust- und Körperfeindlichkeit, d.h. die Ablehnung alles Körperlichen als hinderlich bei der geistigen Entwicklung). Das moderne wissenschaftliche Weltbild greift diese Lehre auf, wenn sie statt der Seele von Bewußtsein und statt des Leibs vom Gehirn spricht. Wir sind ein Bewußtsein, das das Gehirn bewohnt. Und ganz der christlichen Lehre entsprechend verläßt laut gängiger medizinischer Anschauung dieses Bewußtsein das Gehirn, sobald keine Hirnströme mehr meßbar sind - oder religiös gesprochen: Die Seele fährt gen Himmel zu Gott, der sterbliche Überrest bleibt zurück, eine leere Hülle ohne Zweck und Wert geworden. Diese Hülle darf daher auch verbrannt werden, und überfüllte Friedhöfe dürfen verlegt werden, wie in christlichen Ländern üblich. Es gibt sogar Kirchen, die aus menschlichen Knochen bestehen, wie Kutna Hora in Prag.

Diese Dinge sind in der jüdischen Religion ein starkes Tabu. Ihr Bruch kommt einem Sakrileg gleich. Ein Leichnam darf weder verbrannt noch verstümmelt werden, noch darf mit der Beerdigung gesäumt werden, noch darf er aufgebahrt zur Schau gestellt werden. Diese Dinge lösen beim durchschnittlichen jüdisch sozialisierten Menschen (d.h. Israelis ohne Einfluß von anderen Kulturen) Ekel und Grauen aus. (Kutna Hora liegt bereits jenseits des Vorstellbaren!) Der Grund dafür ist ein anderes Menschenbild. Anders als im Christentum gibt es keine Lehre von einer Seele, die den Körper beim Tod verläßt und als engelgleiches körperloses Wesen die Ewigkeit bei Gott verbringt. Die jüdische Eschatologie spricht vom messianischen Zeitalter, das ist die Zeit des Kommens des Messias. Zu dieser fernen Zeit sollen die Toten auferstehen, aber körperlich und nicht als Geistwesen. Dazu ist ein unversehrter Leib notwendig. Aus diesem Grunde sieht der jüdische Umgang mit dem Tod der christlichen diametral entgegengesetzt aus: Verbrennung und Verstümmelung ist verboten, Aufbahrung, Zurschaustellung und Aufschub der Beerdigung ebenfalls. Einmal Begrabene dürfen nicht wieder ausgegraben werden (d.h. Friedhöfe können nicht verlegt werden). Genau aus diesem Grunde sind Autopsien bereits problematisch. Das Verstümmeln von Leichnamen ist ein Sakrileg und mit einem großen Tabu belegt. Bei der Organentnahme, wenn man von der Öffnung des Leibes von Toten spricht (und nicht von Nieren-, Blut- und Knochenmarkspenden) tritt dasselbe Problem auf.

Die Organentnahme zum Zweck der Transplantation an Lebende hat noch eine zweite Implikation, die nach der jüdischen Lehre ein Problem darstellt. Auch diese ist mit dem Menschenbild verknüpft. Da es keine Trennung von Leib und Seele gibt, wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Das Fehlen von Hirnströmen bedeutet nach dieser Auffassung keinesfalls den Tod. Solange das Herz schlägt und die Lungen atmen, lebt ein Mensch. Werden einem solchen Menschen Organe entnommen und dann die Apparate abgeschalten, würde das Mord bedeuten, und andererseits das Nutznießen aus dem Tod eines Menschen (”man darf kein Leben für ein Leben geben” ist ein biblisches Grundprinzip). Im Christentum stellt sich dieses Problem nicht, da die Seele eines Menschen ohne Hirnströme ja bereits den Körper verlassen hat, dieser also tot ist. Daher spricht man auch passend vom “Hirntod”, dessen Definition sich weltweit in der medizinischen Praxis durchgesetzt hat (praktischerweise zeitgleich mit dem Aufkommen der Transplantationsmedizin).

Die christliche Lehre enthält aber noch eine zweite Botschaft, es ist die frohe Botschaft schlechthin, es ist Christentum an und für sich: Jesus der Gekreuzigte, so die christliche Lehre, sei für die gesamte Menschheit gestorben. Sein Tod erlöste die Welt von den Sünden. “Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt” - das Opferlamm starb für uns. Der Tod Jesu, und somit der Tod an sich, wird zu etwas Gutem, Erlösendem, Befreiendem, zu einem moralischen Imperativ. Sich selbst zu opfern für andere - das ist die Essenz des Christentums, wie auch die Verehrung von Märtyrern und Heiligen und deren sterblichen Überresten in der katholischen und orthodoxen Welt zeigt.

Die Organtransplantation ermöglicht es jedem einzelnen wie Jesus zu werden: Der eigene Tod wird andere Leben retten. Welcher Akt kann besser die Essenz christlicher Existenz ausdrücken als einen “Spenderausweis” bei sich zu tragen?

Unter dem Punkt “Die besondere Würde des menschlichen Lebens” in der Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche steht das christliche Bild des Lebengebens für andere so beschrieben:

“Das schließt nicht aus, daß ein Mensch aus freiem Willen sein eigenes Leben hingibt im Dienst für anderes menschliches Leben und im Dienst für Gott. Solche frei übernommene Lebenshingabe ist sogar höchste Erfüllung der Bestimmung des Menschen, Hüter des Lebens zu sein. Im Dasein für andere findet er das Leben für sich (Lk 9,24; Joh 12,24f).”

(Hervorhebung von mir). Leben geben durch Hingabe des eigenen Leibes - das ist die Essenz des Christentums, die in der Organ”spende” (das Spenden von Leben) verwirklicht wird.

Organtransplantation ist sehr häufig Thema in diversen populären Krankenhausserien. Diese Sendungen werden besonders gerne zu Weihnachten gebracht - ein Indiz für die Verknüpfung von Organtransplantation und christlicher Lehre. Meistens geht es um ein todkrankes Kind, dem in letzter Sekunde die Leber eines Unfallopfers eingepflanzt wird. Am Ende laufen den Eltern des Toten Tränen über die Wangen: “Er hat ein Leben retten können.” Die negativen und belastenden Begleiterscheinungen rund um die Organtransplantation werden aber nie angesprochen. Abstoßungsreaktionen existieren nicht, die psychische Belastung der Empfängers, die durch das Wissen am Tod eines anderen profitiert zu haben entstehen, ebenfalls nicht. Und immer wird von “der neuen Leber” gesprochen - als ob sie aus der Fabrik käme und nicht aus dem Bauch eines Toten!

Da der ideologische Background des “Lebenrettens durch den Tod” im Judentum nicht existiert, hat der Aufruf zum “Spenderausweis” in Israel nicht jene moralische Durchschlagskraft wie in christlichen Ländern. Ca. 3% der jüdischen Israelis sind (laut dieser Pro-Organspendorganisation) potentielle Spender. Und das auch nur, wenn die Familie zustimmen wird. Sie hat nämlich ein Vetorecht - einzigartig in der Gesetzgebung.

In christlichen Ländern wie Deutschland gibt es das Vetorecht nicht. Und manche gehen sogar noch einen Schritt weiter: Das katholische und sehr konservative Österreich stellt die Gesetzgebung auf den Kopf: Nur wer durch ein Testament Einspruch erhebt, wird nicht als Spender herangezogen. Wer als Österreicher nicht auf dem Seziertisch landen will, muß sein Testament in der Geldbörse tragen oder sich in ein Widerspruchtsregister eintragen lassen.

Man kann einwenden, daß es doch viele jüdische Vertreter, auch religiöse, gibt, die sehr wohl für die Organspende eintreten. Doch wenn man genau hinsieht, bemerkt man, daß es meistens Juden aus der Diaspora sind und/oder Angehörige Nichtorthodoxer Strömungen (von “modern orthodox” bis Reform). Diese sind vom Christentum aber mehr oder weniger beeinflußt, entweder weil sie in der christlichen Kultur leben oder weil sie einer Strömung des Judentums angehören, dessen Ursprung in der Assimilations- und Emanzipationsbewegung des europäischen Judentums liegt. Das Zentrum des authentischen Judentums als Mehrheitskultur und Gesellschaft (und nicht als Bekenntnisreligion einer Minderheit) ist nun einmal Israel, und die 3% Organspender sprechen eine deutliche Sprache. Die Explantation von Organen aus Hirntoten ist mit der jüdischen Kultur offenbar nicht kompatibel, ebenso wie das Essen von Schweinen es nicht ist, da mit einem Tabu belegt, welches letztendlich religiöse Gründe hat. Umgekehrt gibt es in Europa spezifische Tabus, die man nicht so einfach brechen kann, ohne sich dadurch in einen Zustand der Ausgrenzung und Verachtung zu begeben (beispielsweise gezielte Abtreibung von Behinderten, die Todesstrafe und andere Themen). Diese Tabus betreffen aber die säkuläre Bevölkerung ebenso, die auch ohne Wissen um die dahinterliegenden religiösen Regeln davon erfaßt ist. (So ist “Kultur” letzendlich definiert - als ein Set von Tabus und Imperativen, deren Gründe man wissen kann aber nicht muß.)

Das exakt umgekehrte Bild zeigt die Debatte um Abtreibung und Stammzellenforschung. Auch hier spielen religiöse Weltbilder eine große Rolle, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung sich nicht als religiös definiert.

Im Christentum beginnt das Leben mit der Zeugung. Das bedeutet, daß ein Embryo, und sei es nur ein Gewebeteil mit wenigen Zellen, bereits ein Mensch ist, der ebensolche Rechte genießt wie ein Geborener. Daraus ergeben sich die bekannten moralischen Dilemmata. Eine Frau, die eine Schwangerschaft abbricht, wird dadurch zur Mörderin. Die Forschung an embryonalen Zellen (Stammzellen) ist gleichzusetzen mit Menschenexperimenten. Daß dieses Thema so prominent in der bioethischen Diskussion in den USA und Europa ist, liegt ausschließlich daran, daß das christliche Länder sind.

In Israel ist das Bild anders. Israel liegt im Bereich der Stammzellenforschung weit vorne. Die Abtreibung wird allgemein viel lockerer gesehen. Es gibt weder Zwangsberatung noch ein starkes moralisches Tabu. Keine Frau schämt sich dafür zuzugeben, daß sie eine oder mehrere Schwangerschaften abgebrochen hat, weil es gerade ungünstig für sie war oder sie das Kind einfach nicht wollte. Die Pille danach gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Auch Spätabtreibung von behinderten Föten ist nichts Außergewöhnliches. Auch wenn die streng Religiösen Abtreibungen nicht gerade für gut halten sondern strikt dagegen sind, tun sie das nicht, weil sie es für Mord im wörtlichen Sinne halten. Das Ungeborene genießt Schutz, aber das Leben beginnt mit der Geburt. Daher werden Fehlgeburten auch nicht beerdigt mit allen Riten.

Es entsteht in Europa eine paradoxe Situation. Durch die Stammzellenforschung könnte in Zukunft Organentnahme nämlich überflüssig werden. Doch die Arbeit mit Embryonen ist mit einem christlichen Tabu belegt. Dazu die Bischofskonferenz:

“Beim vorgeburtlichen Leben handelt es sich somit nicht etwa bloß um rein vegetatives Leben, sondern um individuelles menschliches Leben, das als menschliches Leben immer ein werdendes ist.”

Wir erinnern uns: Das Leben eines noch atmenden Organspenders ist aber nicht schützenswert, da dieser die Seele bzw. das Bewußtsein entweder bereits ausgehaucht hat, also tot ist, oder sich freiwillig dazu entschlossen hat, sein Leben für andere zu geben, je nachdem wie man den Zustand des Hirntodes beurteilen möchte.

Da diese beiden Themen sehr emotional aufgeladen sind, löst allein die Infragestellung gewohnter Weltbilder einen Tabubruch und Widerstand aus. Vor Jahren, als ich noch nichts über Judentum wußte geschweigedenn von Israel, hörte ich einen Vortrag von Anna Bergmann. (Dazu gab es später auch ein Buch ). Damals war ich zutiefst empört und erzürnt über die Aussagen dieser Frau. Ich hatte das Gefühl, daß mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht. Damals war ich überzeugt, daß Organspende eine Selbstverständlichkeit sein muß, und ich favorisierte starke Gesetzgebungen wie jene in Österreich. Bergmann zeigte aber nicht nur die Problematik der Organspende auf, sondern machte mir bewußt, wie sehr ich von einer Idee eingenommen war, ohne sie zu hinterfragen, nur weil alle es taten. Bergmann nannte die Organspende “das größtangelegte Menschenexperiment aller Zeiten”, an dem tausende an Ärzten und Pflegepersonal teilnehmen würden, die durch die Mechanismen von Autorität und moralischer Überzeugung alle ihre Skrupel überwinden müssen und können. Ich erinnere mich, daß sie nebenbei erwähnte, “Kritik käme auch stark von jüdischer Seite”. Damals wußte ich nichts damit anzufangen. Erst in den letzten Jahren erinnerte mich an diese Frau und ihren Vortrag, und mir wurde klar, was die jüdische Seite wäre, und warum sie diese Kritik anbrachte.

Viele dieser jüdischer, für mich “neuen Tabus”, habe ich inzwischen natürlich übernommen, und dafür etliche andere aufgeben dürfen (wie z.B. das der Abtreibung). Für mich ist das ein Prozeß der geistigen Integration in eine jüdische Welt, die andere Wertvorstellungen hat als die christliche. Jüdischsein bedeutet insbesondere, daß man die spezifisch jüdischen Befindlichkeiten und Tabus erkennt, ernstnimmt und sich damit auseinandersetzt.

Natürlich ist mir bewußt, daß das in Europa nicht so einfach geht, auch wenn jemand jüdisch ist (oder gar wird). Wertvorstellungen und Mentalitäten halten sich nicht an Religionen, und schon gar nicht an selbstgewählte Bekenntnisse. Sie entstehen im Milieu einer Kultur, von der die Religion nur ein Teil ist. Das ist aber nur dann der Fall, wenn diese Religion und diese Kultur im jeweiligen Land als so normal und natürlich angesehen wird wie das Wasser, in dem ein Fisch schwimmt. D.h. es muß die große Mehrheit der Menschen ihr angehören. Daher gibt es also diesen eklatanten Unterschied zwischen Israel und den christlichen Ländern in Sachen Bioethik. Wer “fremde” Wertvorstellungen offen vertritt (wie z.B. in Europa gegen Organspende aufzutreten), begibt sich in eine Situation der geistigen Ausgrenzung. Dieses will niemand, daher ist es natürlich, daß Menschen, die in Europa leben ans Christentum angelehnte Haltungen einnehmen, auch dann wenn sie jüdisch sind (oder sogar geworden sind und denken, sie hätten durch ein religiöses Bekenntnis irgendetwas Radikales an ihrer Persönlichkeit geändert).

Es ist nicht einfach, zwischen zwei Kulturen und zwei Wertesysteme zu wandeln, da es mit Konflikten verbunden ist. Aber es gibt mir die Chance, über Themen wie dieses nachdenken zu können und zu erkennen, warum wir so denken wie wir denken. Mein Fazit: Warum denken wir so wie wir denken? Weil wir leben, wo und mit wem wir leben.

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